FONDATION KUBACH-WILMSEN

 

STEINSKULPTURENMUSEUM     STEINSKULPTURENPARK     BAD MÜNSTER AM STEIN

 

Photo: Livia Kubach

 

 

 

 

 

KÜNSTLERPAARE – GEMEINSCHAFTSARBEITEN

 

Am 10. Mai 2026 eröffnet das Steinskulpturenmuseum die Ausstellung "Künstlerpaare – Gemeinschaftsarbeiten".

 

Das Leben und Arbeiten als Künstlerpaar war ein Lebensthema von Anna und Kubach-Wilmsen und Wolfgang Kubach. Ab 1968 arbeiteten sie als Kubach-Wilmsen-Team zusammen, trafen in den Sommermonaten andere Steinbildhauer weltweit in Bildhauer-Symposien und schufen ein gemeinsames Lebenswerk, das die Grundlage des Steinskulpturenmuseums ist.

 

Die Ausstellung „Künstlerpaare“ mit Werken von Anna Kubach-Wilmsen und Wolfgang Kubach, Yvonne Kracht und Gerhard Höweler, Martina Benz und Willi Weiner, Livia Kubach und Michael Kropp, Kyungmin Sung und Ralf Korte sowie Ebi de Boer und Sven Rünger bietet einen spannenden Einblick, wie jeweils zwei Steinbildhauer gemeinsam und gleichberechtigt ein Werk geschaffen haben. Die Kuratorin Livia Kubach interessiert dabei besonders die Idee der Partnerschaft und der künstlerischen Kollaboration, die gelingen kann, wenn Kommunikation, gegenseitige Akzeptanz und Respekt neben der noch so unterschiedlichen künstlerischen Kreativität und Energie eine verlässliche Grundlage bilden.

 

Zur Ausstellungseröffnung am 10. Mai 2026 um 11 Uhr sprechen Werner Severin (Vorstand der Fondation Kubach-Wilmsen), Sabine Zuhl (Vorstand des Freundeskreises) und Dr. Simone Philippi mit den KünstlerInnen im Dialog.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Die Broschüre zur Ausstellung können Sie hier herunterladen: Ausstellungsbroschüre Künstlerpaare

 

Das Steinskulpturenmuseum ist samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr (bis 25. Oktober 2026)  geöffnet. Wenn Sie das Museum außerhalb der Öffnungszeiten besuchen möchten, ist dies im Rahmen einer vorangemeldeten Führung möglich: Bitte buchen Sie bei Livia Kubach, Tel. 0160/158 158 5

info@fondation-kubach-wilmsen.de

 

 

 

ANNA KUBACH-WILMSEN UND WOLFGANG KUBACH

 

Herz der Materie 1981

Rosa Portugal-Marmor

160 x 100 x 80 cm

 

„Unser ganzes Leben lang haben wir den Stein in unserer bildhauerischen Zusammenarbeit wie eine dritte Person erlebt, welche maßgeblich an der künstlerischen Idee und Ausführung beteiligt war. Kubach – Wilmsen – Stein.

Der Stein als Materie ist der Grundstein der Menschheits-geschichte und hat alle Informationen in sich gespeichert. Es gilt, sie zu entdecken, begreifbar, lesbar zu machen.“

Anna Kubach-Wilmsen, 2010

 

 

LIVIA KUBACH und MICHAEL KROPP

 

Stein für die Begegnung 2004

Schwarz-rosa Granit

80 x 45 x 17 cm

 

„Nach dem Motto „vier Augen sehen mehr als zwei“ haben Michael und ich uns – aus zwei sehr unterschiedlichen Vergangenheiten kommend und in verschiedene Richtungen orientierend – über den Stein verbündet.

 

Wir sind sehr verschieden. Das lassen wir zu.

Wir nutzen diesen weiten Raum und dieses Wissen

für eigene und gemeinsame künstlerische Inspirationen, über die bisher in der Bildhauerei begangenen Wege hinaus.

 

Unser Miteinander ist mehr eine Zusammenarbeit mit der Materie Stein, als mit dem Partner.

Der Stein eint uns. Und wir beobachten,

dass er auch die Betrachtenden eint.“

 

Livia Kubach

 

 

 

 

 

 

 

KYUNGMIN SUNG und RALPH KORTE

 

Crystal Bodies 2021

Naxos-Marmor, 120,5 x 15,5 x 15,5 cm und 144 x 20 x 34,5 cm

 

Standbilder (still images) 2025

Naxos-Marmor 9 x 43 x 46 cm und 17 x 39 x 42,5 cm

 

„Unsere unterschiedliche Handschrift hat sich über all die Jahre angenähert – so wie wir, was nicht bedeutet, dass alles eins ist. Doch ist es im im laufe der Jahre eine Gemeinschaftsarbeit geworden und die Zuordnung der Arbeiten zu dem jeweiligen Künstler wird zunehmend ganz bewusst nicht mehr in den Vordergrund gestellt und benannt."

Ralph Korte

 

 

 

YVONNE KRACHT und GERARD HÖWELER

 

Ingeep op de Kubus (Eingriff in den Kubus) 1972 Weißer italienischer Marmor, 20 x 20 x 20 cm

 

„Gerard suchte nach Steinen, die über Jahrtausende hinweg durch Eis und Flüsse organisch geformt worden waren. Er öffnete sie durch geometrische Ein- und Ausschnitte, so dass ein spannungsvoller Kontrast zwischen rau belassener Oberfläche und polierten Partien im Inneren des Steins entstand. Yvonne arbeitete mit mathematischen und geometrischen Formen und verwendete häufig Materialien wie Plexiglas und Stahl. In den seltenen Fällen, in denen Yvonne geometrische Skulpturen aus Stein entwarf, half Gerard ihr bei der Umsetzung und es entstanden gemeinsame Skulpturen.

 

Unsere Eltern waren sowohl eine Einheit, als auch zwei Welten, die weit voneinander entfernt waren.“

Uko Verhulst und Stan Höweler

 

 

MARTINA BENZ

 

Fließende Überwindung 2024

Graue Granitpflastersteine

270 x 250 x 220 cm

 

MARTINA BENZ und WILLI WEINER

 

Seeblick, 2026

Sandstein, Cortenstahl und Lackfarbe

35 x 66 x 40 cm

 

„Unsere Skulpturen sind das Ergebnis unserer Emotionen, unserer Erfahrungen, unserer Beobachtung. Während ich die Schwere des Steins choreografiere, verleiht Willi der Flüchtigkeit des Stahls eine Form. Unsere Skulpturen als die Poetik des Gewöhnlichen.“

Martina Benz

 

 

 

SVEN RÜNGER und EBI DE BOER

 

Geheuer 2003

Sand, 300 x 300 x 250 cm

(entstanden beim Sandsymposium in

Rohrschach, Bodensee/Schweiz)

 

„Die Skulptur Geheuer, die wir in großem Maßstab umsetzten, hatten ihren Ursprung in Italien, in der Zeit unserer gemeinsamen Arbeit in Piano di Mommio. Aus dieser Zeit stammt auch die Skulptur Lebensform, die im Rahmen der Ausstellung zu sehen ist.“

Sven Rünger

TADAO ANDO

Steinskulpturenmuseum

Stone Sculpture Museum

Hardcover, 80 Seiten

deutsch/englisch

EUR 25,00

 

ISBN 978-3-945676929

Vertrieb Matthias Ess Verlag,
Bad Kreuznach

 

Mit Texten von Tadao Ando, Werner Severin, Hans Bergs und Laura Weissmüller

Redaktion und Gestaltung: Livia Kubach,

Simone Philippi

Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der Fondation Kubach-Wilmsen

NEUE PUBLIKATION ÜBER DIE ARCHITEKTUR DES STEINSKULPTURENMUSEUMS

 

Zur Geschichte des STEINSKULPTURENMUSEUMs

Für das Steinskulpturenmuseum konnten die Bildhauer Anna und Wolfgang Kubach-Wilmsen den weltbekannten Architekten Tadao Ando aus Osaka, Japan, gewinnen. Das 2010 eröffnete Gebäude ist das einzige zeitgenössische Steinskulpturenmuseum der Welt. In der Weinlandschaft des Nahetals mit Blick auf den Rotenfelsen, die Ebernburg, Norheim und den Rheingrafenstein hat es seinen Platz gefunden. Tadao Andos Entwurf für das Museumsgebäude baut auf einer historischen Fachwerkscheune aus dem 18.Jahrhundert auf und umgibt sie mit zwei Museumshöfen.

 

Die Stiftung von 65 Steinskulpturen der Stein-bildhauer Anna Kubach-Wilmsen und Wolfgang Kubach bilden den Grundstein des Museums-projektes. 1998 gründeten sie die Fondation Kubach-Wilmsen als gemeinnützige Stiftung zur Realisierung dieses Projekts und stellten rund 15.000 Quadratmeter Gelände für den Skulpturenpark zur Verfügung.

 

Anna Kubach-Wilmsen und Wolfgang Kubach arbeiteten seit 1968 als Steinbildhauer zusammen. Sie haben Großskulpturen im In- und Ausland realisiert und an vielen internationalen Stein-bildhauer-Symposien teilgenommen. Ihre Werke wurden international in zahlreichen Ausstellungen von Japan bis USA gezeigt.

Nach dem Tod von Wolfgang Kubach (2007) und Anna Kubach-Wilmsen (2021) wurde der Stiftungszweck der Fondation Kubach-Wilmsen ergänzt um das Werk des Künstlerpaars Livia Kubach & Michael Kropp.

 

Livia Kubach, Absolventin der Düsseldorfer Kunstakademie und Meisterschülerin von Günther Uecker, und Michael Kropp, als Bildhauer Autodidakt, haben über die Jahre eine eigenständige, keinem Trend zuzuordnende künstlerische Ausdrucksform gefunden. Jenseits der Faszination der Oberfläche haben die Arbeiten von Kubach & Kropp jedoch optische und akustische Eigenschaften: Sie fordern den Betrachter dazu auf, durch Positionswechsel den optischen Veränderungen im Stein und dem subtilen Spiel mit dem Licht zu folgen. Und viele sind dazu entworfen, ihnen Töne zu entlocken.

 

Das künstlerische Gesamtwerk der Bildhauer-familien Kubach-Wilmsen und Kubach&Kropp ist eine Hommage an die Materie Stein als natürlich gewachsene Architektur des Erdplaneten. Ihr Oeuvre befasst sich bis heute ausschließlich mit dem Stein als Archetypus, und sie begreifen ihn als Relikt einer millionenjährigen Entstehungs-geschichte der Erde.

 

Allgemeine Informationen

BESUCHER-INFORMATION

Steinskulpturenmuseum

Fondation Kubach-Wilmsen

Heilquelle

D-55583 Bad Kreuznach-  Ebernburg

Tel. 0160/158 158 5
(Livia Kubach)

info@fondation-kubach-wilmsen.de

 

ÖFFNUNGSZEITEN

Geöffnet von Ostersamstag bis 25. Oktober 2026:

Samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr

 

EINTRITTSPREISE

Erwachsene: € 7,00

Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre): freier Eintritt

 

 

 

 

 

 

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN

An allen Sonntagen und an Feiertagen bieten wir um 15 Uhr eine öffentliche Führung an (ohne Anmeldung, Kosten:  € 7,00 Eintritt plus € 5,00  p.P. für die Führung)

 

FÜHRUNGEN UND INFORMATION

Gruppenführungen sind während oder auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich und kosten € 60,00 pro Gruppe zuzüglich Eintritt € 7,00 pro Person.Weiterhin bieten wir eine 90-minütige Führung für € 90,00 pro Gruppe an.

 

Bitte melden Sie Ihre Gruppe an bei:

Livia Kubach, Tel. 0160/158 158 5

info@fondation-kubach-wilmsen.de

 

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Museum befindet sich das Atelier und der Skulpturengarten des Künstlerpaares Kubach & Kropp.

www.kubach-kropp.de

Dieses Privatgelände ist nur mit Voranmeldung innerhalb einer Führung zu besichtigen.

Bitte melden Sie auch hierfür Ihre Gruppe an bei Livia Kubach,

Tel. 0160/158 158 5

ANREISE MIT DEM AUTO

Die Zufahrt mit dem Auto zum Museum ist nicht möglich. Bitte benutzen Sie den Museumsparkplatz (Richtung Golfclub Nahetal) oder die öffentlichen Parkplätze entlang der Königsgartenstraße.

 

GPS-Koordinaten des Museumsparkplatzes

N 49°  48' 20"

O 7° 49' 40"

 

ANREISE MIT BUS UND BAHN

Den Skulpturenpark erreichen Sie vom Bahnhof Bad Kreuznach oder Bad Münster am Stein mit der Buslinie 201 alle 30 Minuten bis zur Haltestelle „Ebernburg Schule“ und von dort 10-15 Minuten Fußweg durch die Herrengartenstraße. Fahrpläne finden Sie unter www.rnn.info